Ihre Vertriebschancen mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG)

Mit zielgerichteten Maßnahmen sorgt das Betriebsrentenstärkungsgesetz dafür, dass die Attraktivität der bAV bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen gesteigert wird. Neben Änderungen im Arbeitsrecht der bAV führt das neue Gesetz zu wesentlichen Veränderungen im Steuer und Sozialversicherungsrecht. Damit Sie sich einen Überblick über die zukünftigen Möglichkeiten und Chancen im Bereich der bAV machen können, haben wir die wesentlichen Neuerungen für Sie zusammengefasst.

Das sind die wichtigsten Neuerungen!

  • Der steuerfreie Förderrahmen für Beiträge i. R. d. § 3 Nr. 63 EStG wird von 4 Prozent auf 8 Prozent der BBG erweitert. Für das Jahr 2019 ist dies ein Betrag in Höhe von 6.432 Euro. Sozialversicherungsfreiheit besteht allerdings weiterhin nur für Beiträge bis zu einer Höhe von 4 Prozent der BBG.
  • Finanziert der Arbeitgeber eine betriebliche Altersversorgung für Mitarbeiter, deren monatliches Arbeitseinkommen maximal 2.200 Euro beträgt, wird er dafür zusätzlich steuerlich entlastet. Damit der Arbeitgeber in den Genuss dieser Förderung kommt, muss er mindestens 240 Euro bis maximal 480 pro Jahr aufwenden. 30 Prozent des arbeitgeberfinanzierten Beitrages (max. 144 Euro) darf er dann im Folgemonat mit seiner Lohnsteuer-Schuld verrechnen. Zulässig sind Lösungen über Direktversicherung, Pensionskassen oder Pensionsfonds mit Tarifen, die eine Verteilung der Vertriebskosten auf die gesamte Laufzeit vorsehen (ungezillmerter Tarif).
  • Rentenleistungen der bAV (aber auch laufende Riester- oder Basisrenten) werden in einem bestimmten Umfang von der Anrechnung auf die Grundsicherung freigestellt und verbessern so die Einkommenssituation der Betroffenen im Alter.
  • Auf Versorgungsleitungen aus einer bAV mit Riester-Förderung sind keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge mehr zu entrichten. Außerdem wird die Grundzulage für alle Riester-Verträge auf jährlich 175 Euro erhöht.
  • Eine Entgeltumwandlung des Arbeitnehmers wird seit 01.01.2019 vom Arbeitgeber bezuschusst, soweit dieser sich durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart.
  • Auf tarifvertraglicher Ebene kann von den Vertragspartnern (Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften) die Einführung eines „Sozialpartnermodells“ (SPM), auch „Nahles-Rente“ genannt, vereinbart werden. Eine neue Form der Zusage, die „reine Beitragszusage“, sowie „automatische“ Entgeltumwandlungsprogramme (sog. Opting-Out) sind die beiden wesentlichen Neuerungen.

Erklärfilm: Wie funktioniert die betriebliche Altersversorgung?

Ziel einer durchdachten Altersvorsorge ist es, den gewohnten Lebensstandard im Alter halten zu können. Die gesetzliche Rente allein reicht dafür meistens nicht aus. Ergänzende private und betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist notwendig, wenn im Alter keine Abstriche bei der Lebensqualität in Kauf genommen werden wollen. Swiss Life erklärt die Vorteile einer betrieblichen Altersvorsorge.

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